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Bericht vom 29.09.2010 im Lokalteil der Leipziger Volkszeitung

Monika Kölsch, Vorstand Gesellschaft Homöopathischer Ärzte in Sachsen e. V.

von Silke Meisel

Beitrag für das Sächsische Ärzteblatt von Silke Meisel



Homöopathie-Ärzte treffen sich

Die Veranstaltungsreihe "200 Jahre Organon" des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) wurde jetzt von Sachsens Gesellschaft Homöopathischer Ärzte nach Leipzig geholt. Eingeladen wird dazu für Freitag, den 1. Oktober, um 18:30 in die Alte Nikolaischule, Nikolaikirchhof 2. Der Eintritt ist frei. Das Thema lautet "Hoch verdünnt, aber wirksam - Grundlagenforschung zu Potenzen und ihr praktischer Einsatz".
Wissenschaftlich umstritten ist die Homöopathie hauptsächlich aufgrund der Potenzierung, obwohl sie kein Basisprinzip der Homöopathie ist, sondern ein rein pragmatisch entwickeltes Verfahren. Dass dieses Konzept funktioniert, ließe sich nicht nur mit einer ganzen Reihe von erfolgreichen "Doppelblindstudien" belegen, hieß es. Vielmehr gebe es auch aus der Praxis "gute Belege für eine spezifische Wirkung der verwendeten Mittel, die sich von einer reinen Placebowirkung deutlich unterscheidet". Wann welche Potenzen in der Praxis zum Einsatz kommen, schildert die Internistin Silke Meisel. Warum homöopathische Arzneien wirken, das erforscht Stephan Baumgartner an der Universität Bern. Beide werden darüber in Leipzig berichten.
Übrigens: Das Grundlagenwerk der Homöopathie - sprich Organon der rationellen Heilkunde - wurde 1810 von Samuel Hahnemann veröffentlicht. Und die Veranstaltung will auch der Frage nachgehen, inwiefern ein medizinisches Lehrbuch nach 200 Jahren noch aktuell ist. "Danach, gegen 21 Uhr, soll es in die Leipziger City zum Denkmal von Samuel Hahnemann gehen. Wir möchten dort einen Kranz niederlegen und Geld sammeln, damit die verblichene Goldschrift am Denkmal restauriert werden kann", sagt die Leipzigerin Monika Kölsch, die mit zum Vorstand des DZVhÄ gehört.

A. Rau
Bericht vom 29.09.2010 im Lokalteil der Leipziger Volkszeitung


Pressemitteilung "14. Meißner Hahnemanntage"

Die Gesellschaft Homöopathischer Ärzte in Sachsen e.V. und das Hahnemannzentrum Meißen veranstalteten vom 9. - 11. April 2010 die 14. Meißener Hahnemanntage. Dr. med. Dario Spinedi aus der Schweiz referierte über seine Arbeit mit chronisch Kranken und an Krebs erkrankten Patienten mit schweren Pathologien am Krankenhaus „Clinica Santa Croce“ in Orselina, deren Leiter er ist. Er wurde für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit und sein beispielhaftes Engagement für die Homöopathie mit dem Wissenschaftspreis Samuel Hahnemann der Geburtsstadt Meißen, gefertigt aus Meißener Porzellan, geehrt. Dieser Preis, der so genannte „Große Meißner Globulus“ wird anlässlich des 255. Geburtstages Dr. Samuel Hahnemanns für bedeutende Leistungen zur Etablierung und Weiterentwicklung der Homöopathie als anerkannte Heilmethode verliehen. Zum Festakt und zur feierlichen Preisübergabe am Samstag im Meißner Stadttheater waren die Schirmherrin Staastsministerin Clauß, Oberbürgermeister Raschke und viele andere anwesend. Die Laudatio hielt Lars Broder Stange, ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte, Schüler und Weggefährte Spinedis. Über 200 internationale Tagungsteilnehmer folgten den überaus interessanten Vorträgen und beteiligten sich lebhaft an den Diskussionen. Als weiterer Referent war Frans Vermeulen aus den USA geladen, der seine wissenschaftliche Arbeit bzgl. homöopathischer Arzneien vorstellte.
Zur kulturellen Gestaltung der Hahnemanntage trug schon am Freitag eine sehr erfolgreiche Aufführung des bekannten Schauspielers und Hahnemann-Darstellers Andreas Jung in der vollbesetzten und frisch renovierten Kirche St. Afra zu Meißen bei. Unter der Überschrift „Großen Seelen ist gar viel gegönnt“ gestaltete Jung eine fiktive Begegnung zwischen Samuel Hahnemann und Carl Gustav Carus, der 1827 von König Anton von Sachsen zum Leibarzt ernannt wurde.

Monika Kölsch
Vorstand Gesellschaft Homöopathischer Ärzte in Sachsen e. V.
Tschaikowskistr. 29
04105 Leipzig

Gruppenbild Preisverleihung

Personen auf dem Gruppenbild von links:

  • Dr. med. Katharina Tost, Vorsitzende Gesellschaft Homöopathischer Ärzte in Sachsen e.V.
  • Helge Landmann, Vorsitzender Hahnemannzentrum Meißen e.V.
  • Jörg Danielczyk, künstlerischer Gestalter des Preises der Porzellan Manufaktur Meißen
  • Christine Clauß, Staatsministerin f. Soziales und Verbraucherschutz des Freistaates Sachsen
  • Dr. med. Dario Spinedi, Preisträger
  • Olaf Raschke, Oberbürgermeister Meißen
Andreas Jung als Carl Gustav Carus

Andreas Jung als Carl Gustav Carus im Stück "Großen Seelen ist gar viel gegönnt". Ein fiktives Gespräch zwischen Hahnemann und Carus.


Artikel für die "Sächsische Zeitung" 02.01.2010

Wenn wir uns in den vergangenen Monaten dankbar an den sogenannten Wendeherbst 1989 erinnert haben, darf nicht vergessen werden, dass dieses Ereignis es den Ärzten in Sachsen ermöglichte, Homöopathie wieder zu lernen, zu lehren und zu praktizieren.
Jene ärztliche Methode, die der Meißner Arzt Hahnemann, vor seinem Medizinstudium in Leipzig Jahrgangsbester der Fürstenschule St. Afra, erstmals in einem Brief an den "Gelehrten Arzt Dr. Hufeland" vorstellte. Er suchte und fand eine Methode in der Medizin, die ihm Heilgewissheit versprach. Denn ein homöopathisches Arzneimittel wirkt nicht dadurch, dass es nach den Gesetzen des homöopathischen Arzneibuches hergestellt wird, sondern nur, wenn es nach der Ähnlichkeit verordnet wird. Wenn diese Übereinstimmung dr Symptome der Krankheit mit den Symptomen des Arzneimittels erzielt wird, muss Heilung erfolgen.
Denn das Ähnlichkeitsgesetz ist ein Naturgesetz.
Diese Heilungsgewissheit auch bei schweren Erkrankungen erlebt ein homöopathisch praktizierender Arzt täglich. Gerade bei den Seuchen, welche die Menschheit plagten, feierte die Homöopathie ihre ersten großen Erfolge. Schon Hahnemann schrieb, dass ihm bei der großen Fleckfieberepidemie in Leipzig 1813 kein einziger seiner 183 Patientin starb, was bei der russischen Regierung damals großes Erstaunen hervorrief, da die Sterblichkeit bei dieser Erkrankung bei 50 bis 70% lag.
Ähnliche Erfolge hatte die Homöopathie bei der Cholera asiatica 1831. In Österreich führten die Erfolge der Homöopathie bei der Cholerabehandlung zur Aufhebung des Homöopathieverbots von 1819. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Auch bei der "Schweinegrippe" hat die Liga, die weltweite Vereinigung der Homöopathen, nach den ersten Fällen dieser Erkrankung in Mexiko einen Symptomenliste und danach Arzneivorschläge erarbeitet.
Mit dem heutigen Stand der Wissenschaft lässt sich die Wirkungsweise der Homöopathie nicht erklären. Sicher ist, dass es eher eine physikalische Reaktion im Sinn einer Informationsübertragung denn eine chemische Reaktion ist.
Am nächsten kommt der Erklärung meines Erachtens die Physik, die sich mit der Informationsübertragung in komplexen Systemen beschäftigt und eine maximale Informationsübertragung dann feststellt, wenn viel bekannte und wenig neue Information übertragen wird (Also im Sinne der Homoöopathie eine große Ähnlichkeit besteht).
Der englische Homöopath Dr. Peter Fisher drückte es sinngemäß so aus:
Wenn ein Chemiker eine CD untersucht, findet er nur PVC und Eisen, wenn er Globuli (die homöopathischen Kügelchen) untersucht, nur Milchzucker, beide können aber jede Menge Informationen übertragen.
Heute sind wir stolz, im Informationszeitalter zu leben und so wird auch die Homöopathie, die schon Constantin Hering in seiner Doktorarbeit 1826 "Medizin der Zukunft" nannte, weiter ihre Heilungen erzielen und hoffentlich auch bald "wissenschaftlich" erklärt werden können. (Der Apfel fiel schon vom Baum, bevor Newton das Gravitationsgesetz entdeckte).

Dr. med. Silke Meisel
Vorstandsmitglied der Gesellschaft Homöopathischer Ärzte in Sachsen
Blumenstr. 92, 01307 Dresden


Von "heilpraktikernden Hämopathen" und anderen Exoten im deutschen Gesundheitswesen

Immer wieder erstaunt den klassisch homöopathisch arbeitenden Arzt, wie wenig über die Homöopathie bei Kollegen bekannt ist und wie viel trotzdem darüber geurteilt wird. Diese zugegebenermaßen etwas provokante Überschrift stammt aus Überweisungen von Kollegen und ärztlichen Berichten.
Wir, die Gesellschaft homöopathischer Ärzte in Sachsen, haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ärzte in Homöopathie aus- und weiterzubilden und das Wissen über die Homöopathie zu verbreiten.
Unserer Meinung nach sollte es für jeden sächsischen Arzt selbstverständlich sein, über die Homöopathie zumindest in ihren Grundzügen und geschichtlichem Kontext Bescheid zu wissen.
Anlass für den Artikel zum jetzigen Zeitpunkt ist einmal die vom Deutschen Ärzteblatt angeregte Pluralismusdiskussion in der Medizin, zum anderen der 250. Geburtstag von Samuel Hahnemann, des Begründers der Homöopathie, am 10.04.2005.
Wir möchten Sie schon jetzt zu der Festveranstaltung am 10.04.2005 nach Meißen, in Hahnemanns Geburtsstadt, einladen. Von der Initiativgruppe des Dialogforums Medizinischer Pluralismus wird Herr Prof. Robert Jütte anwesend sein und seine neue Hahnemannbiographie vorstellen. Herr Dr. A. Saine aus Kanada referiert über die Entwicklung der Homöopathie in den USA im 19. Jahrhundert, dabei begegnen uns mit Konstantin Hering aus Oschatz und Adolph zur Lippe aus See bei Görlitz zwei große sächsische Pioniere der Medizin. Deren Erfolge bei der Behandlung schwerster Krankheitsbilder wie Diphtherie, Typhus, Gelbfieber usw., die A. Saine anhand von etwa 600 Fällen dokumentieren konnte, überzeugte die Universität von Conneticut im Jahre 2002 einen Lehrstuhl für Homöopathieforschung zu begründen.
Weitere Referenten werden u.a. Herr Dr. Manfred von Ungern Sternberg und Frau Nandita Shah aus Indien sein.
Die Schirmherrschaft hat der Ministerpräsident von Sachsen, Herr Prof. Milbradt, übernommen.
Im Vorfeld der Festveranstaltung gibt es am 08.und 09. April 2005 ein Seminar mit Andre Saine. Es wird die homöopathische Behandlung schwerer chronischer Erkrankungen aus seiner umfangreichen Praxis in Montreal und jene historischen Fälle von Lippe und Hering zum Gegenstand haben.
Vielleicht nutzen Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere Veranstaltung als einen "Schnupperkurs" ,um diese faszinierende Heilwissenschaft kennen zu lernen. Bei weiterem Interesse bieten wir jeweils im Frühjahr und im Herbst einwöchige Weiterbildungen zur Zusatzbezeichnung "Homöopathie" an. Nähere Informationen dazu im Internet unter www.homoeopathie-sachsen.de oder unter unten angegebener Adresse.
Weiterhin möchten wir, als erfahrene Ärzte in beiden Heilweisen, der "Schulmedizin" und Homöopathie, mit Ihnen in Dialog treten. Die Homöopathie leistet einen substantiellen Beitrag in der Akutbehandlung wie in der Therapie der chronischen Krankheiten. Sie ist effizient, kostengünstig und mit 5000 Ärzten mit Zusatzbezeichnung Homöopathie in Deutschland flächendeckend verfügbar.
Unser Dachverband ist der Deutsche Zentralverein Homöopathischer Ärzte in Deutschland und besteht seit 1829. Er ist damit der älteste deutsche Ärzteverein.
Auf gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen wollen wir miteinander zum Wohle unserer Patienten kooperieren.

Zur Einstimmung und als Zeichen für eine effektive Zusammenarbeit möchte ich Ihnen folgenden kleinen Fall schildern.
Anfang Mai 2004 kommt ein Sänger in meine Praxis. Er hat seit Dezember 2003, also seit etwa einem halben Jahr, Probleme mit der Stimme. Er reiste quer durch Deutschland zu drei HNO-Zentren.
An der rechten Stimmlippe befindet sich ein Polyp, dieser sollte am 30. April an der Charite operiert werden, die Operation musste aufgrund anatomischer Gegebenheiten abgebrochen werden. Da seine Karriere auf dem Spiel stand, suchte der Patient im Internet nach alternativen Behandlungsmethoden. In Absprache mit seinen behandelnden Ärzten wurde eine homöopathische Behandlung erwogen und ihm die Adresse eines ortsansässigen homöopathischen Arztes versorgt.
Bei der homöopathischen Erstanamnese stellt sich heraus, dass die Beschwerden mit einer Überlastung der Stimme in Zusammenhang mit einer Erkältung im Dezember 2003 begannen, hinzu kam wohl auch wie ein Bekannter es ausdrückte, der "Schiss vor dem großen Auftritt".
Verstärkt wurde die Heiserkeit dann nach einem schweren Autounfall Ende Januar.
Die Repertorisation der Symptome: "Beschwerden durch Erwartungsspannung" , "Beschwerden durch Schreck", " Heiserkeit durch Singen" , die "Entzündung des Kehlkopfs bei Sängern" und die "Polypen am Kehlkopf" deckt einzig Argentum nitricum ab. Der Patient erhält es am 10.05.04 in der C 30, die HNO-ärztliche Untersuchung am 01.06.2004 ergab, dass sich der Polyp fast vollständig zurückentwickelt hatte. Bis heute (15.11.2004) war keine Wiederholung des Mittels nötig.

Solche Heilungsmöglichkeiten, bei denen der ganze Mensch gesundet, sind ein Grund, weshalb die Anzahl der Homöopathischen Ärzte immer größer wird.
Also dann, auf ein Wiedersehen in Meißen 2005.

Dr. med. Silke Meisel
2. Vorsitzende der Gesellschaft Homöopathischer Ärzte in Sachsen
Blumenstr. 92, 01307 Dresden